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WER WAR JOHANNES BEYZYM SI?

Er ist am 15. Mai 1950 in Beyzymy Wielkie in Wolynien als älteste von fünf Kindern des Grafen Jan (eigenes Wappen) und Gräfin Olga von den Grafen Stadnicki geboren. Bis zum 13. Lebensjahr wurde Johannes mit den jüngeren Geschwistern zu Hause von den Hauslehrern in Onackowce gelehrt. Die Fernverurteilung zum Tode seines Vaters wegen der Teilnahme am Januaraufstand, die Verbrennung durch Kosaken des Herrenhofes von Beyzym in Onackowce und die Notwendigkeit der Flucht haben die Edukationspause verursacht. Nach der Einsiedlung in Kiew hat der junge Johannes seiner Mutter bei der Familienunterhaltung geholfen, indem er Nachhilfestunden erteilt hat. Ein Jahr später konnte er wieder die Lehre im Gymnasium unternehmen. Mit der Absicht, in das Priesterseminar einzutreten, hat er 1871 das Gymnasium beendet.

Am 10. Dezember 1872 ist Johannes in das Jesuitenorden eingetreten. Nach dem zweijährigen Noviziat, den humanistischen, philosophischen und theologischen Studien hat er am 26. Juli 1881 die Priesterweihe von Bischof Albin Dunajewski erhalten. Nach der Priesterweihe hat er in der Internatsschule in Tarnopol als Jugenderzieher gearbeitet. Nach der früher absolvierten letzten Etappe der geistlichen Ordenformation, so genannte „Dritte Probation“ (oder Terziat) und nach den Letzten Ordengelübde hat er 10 Jahre in Chyrow als Jugenderzieher, Präfekt der Schulekrankenstation und eine gewisse Zeit als Französisch- und Russischlehrer gearbeitet.

Trotzt seiner ganzen Abgabe der Erzieherischer Arbeit mit der Jugend begehrte Pater Beyzym nach etwas mehr. Er wollte dem Gott alles abgeben, restlos wollte er sich den Ärmsten und Unglicksten, den Verachteten, den Leprakranken widmen. Nach den dringenden Bemühungen hat er vom Ordengeneral die Genehmigung der Ausreise auf Madagaskar bekommen. Er war damals 48 Jahre alt. Am 17. Oktober 1898 hat sich Pater Beyzym von dem geliebten Polen für immer verabschiedet. Er hat sich nach Frankreich begeben. Von dort aus ist er am 10. November mit dem Schiff aus Marseille nach Madagaskar gesegelt. Am 30. Dezember ist er glücklich in Tananarive, in die Hauptstadt des Landes angekommen. Sofort wurde er zur Arbeit im Leprakrankenobdach Ambahivoraka gerichtet, das seit 1872 dort existierte.

Ende September 1902 hat Pater Beyzym SI Ambahivoraka verlassen. Am 3. Oktober ist er zu Fuß, beim Regen, bei der Hitze 395 Kilometer nach Fianarantsoa gegangen. Trotz verschiedener Schwierigkeiten, aber dank der opferhaften Hilfe der Polen, hat er dort das Krankenhaus für seine Armen erbaut, die er „Schwarze Küken“ genannt hat. Am 16. August 1911 hat das Krankenhaus die ersten Leprakrankenpensionäre aufgenommen.

Kurz nach dem Einzug der Leprakranken in ihre „Appartements“ ist Pater Johannes krank geworden. Während der Krankheit hat er sehr gelitten. Auf seinem Körper sind wundgelegene Stellen erschienen. Nachts hat er vor Schmerzen geächzt. Auf die Frage, ob er sehr leidet, hat er geantwortet: „Was ist das aber im Vergleich den Leiden Christi?“ Vor dem Tod hat er seinen Ordenmitbruder gebetet, der bei ihm gewacht hat, damit er in seinem Namen von ihm die Leprakranken für alles verzeihen möge, wenn sie wegen Pater Beyzym traurig geworden sind oder er sie geschädigt hat. In der Antwort darauf haben die Leprakranken laut geweint. Am 2. Oktober 1912 ist Pater Johannes Beyzym SI, erschöpft wegen übermenschlicher Arbeit und strenger Lebensweise, gestorben.

Am 18. August 2002 hat unser große Landesmann der Papst Johannes Paul II den Diener der Leprakranken, den Pater Johannes Beyzym SI, auf der Krakauer Aue zu den Seligen der katholischen Kirche gezählt.

P. Czesław H. Tomaszewski SI

Mehr Informationen über unseren Landsmann den Diener der Leprakranken gibt es auf dieser Webseite.

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EINE GEDENKMEDAILLE

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Eine Gedenkmedaille zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Eröffnung des gebauten von Seligen Johannes Beyzym SI in Marana auf Madagaskar Krankenhauses für Aussätzigen (16. August 2011), auch zur Erinnerung an den 100. Jahrestag seines Todes (2. Oktober 2012).
 
 
  Vorder- und Rückseite der Medaille.

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